Kommentar zur Liturgie des 17. Sonntages im Jahreskreis

„Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.“ (Ps 145,16) Die erste Lesung dieses 17. Sonntags im Jahreskreis ist ein ausgezeichneter biblischer Hintergrund für den Abschnitt aus dem Evangelium. Elischa ist ein Schüler von Elija und nimmt den Mantel seines Meisters an, um seine Missionsarbeit fortzusetzen, einschließlich der Wundertaten. Kapitel 4 von 2 Könige enthält eine Aufzählung der wunderbaren Zeichen, die Elisca tat; und das letzte in der Reihe bildet den Abschnitt unserer ersten Lesung. In 2 Könige 4,38 macht der Text deutlich, dass die Region von einer schweren Hungersnot betroffen ist; in diesem Zusammenhang kommt ein Mann zum Propheten und bringt ihm eine Opfergabe von zwanzig Gerstenbroten und neuem Weizen, vielleicht die ersten Früchte, mit ...

Kommentar zur Liturgie des 14. Sonntages im Jahreskreis

„Ich erhebe meine Augen zu dir, der du thronst im Himmel“ (Ps 123,1). Wir finden in den Lesungen dieses Sonntages ein gemeinsames Thema, nämlich die göttliche Art zu handeln: Gott wählt es, seine Macht durch menschliche Schwäche zu manifestieren. Diese göttliche Entscheidung empört den Menschen in seinem Stolz und lädt ihn ein, vom Podest seiner Existenz herabzusteigen und so die göttliche Gegenwart und seine Weisheit zu erkennen, die die menschlichen Erwartungen übersteigt. „Gott wählt es, seine Macht durch menschliche Schwäche zu manifestieren“ Die erste Lesung präsentiert uns einen Auszug aus dem Bericht über die Berufung des Ezechiel, der beim Anblick der Theophanie „wie die Herrlichkeit des Herrn“ (Ez 1,28c) auf sein Angesicht fällt und die Stimme von jemandem hört, der ...

Kommentar zur Liturgie des 12. Sonntages im Jahreskreis

An diesem 12. Sonntag im Jahreskreis finden wir in der Mitte der Szene Jesus, der sich an das Meer wendet und ihm mit Autorität befiehlt, still zu sein. Diese Szene findet ihren Hintergrund in der heutigen Lesung. Die Beziehung zwischen den Lesungen ist so offensichtlich, dass ich sie als Kommentar zum Evangelium erwähnen werde.  Der Kontext des heutigen Evangeliums ist der Abschluss der Gleichnisrede (Mk 4,1-34); dieser Abschluss kommt mit der Offenbarung der Macht Christi. Die Beruhigung des Meeres ist das erste einer Reihe von Wundern, die sich in einem beeindruckenden Wachsen artikulieren: Jesus beruhigt das stürmische Meer (Mk 4,35-41), treibt eine Legion von Dämonen aus (Mk 5,1-20), schenkt Rettung und heilt die blutende Frau (Mk 5,21-34) und lässt ein ...

Homilie für den 26. Mai 2021

Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen ersten Lesung aus dem Kapitel 36 des Buches „Jesus Sirach“ lesen wir dieses Gebet: „Herr, erneuere die Zeichen, wiederhole die Wunder. Du bist der Gott aller Zeiten.“ Gottes Gnaden und Wunder in unserem Leben hören nie auf, aber im Laufe der Zeit neigen sie dazu, immer weniger spektakulär und immer tiefgründiger zu werden. Es braucht einen größeren geistlichen Scharfsinn, um die neuen Wege zu bemerken, auf denen Gott seine Wunder in uns wirkt, so dass wir zu allen Zeiten den Herrn loben, wie es in Psalm 78 heißt: „Von Generation zu Generation wollen wir dich loben.“ Und im Evangelium sehen wir, wie Jesus vor seinen Jüngern auf Jerusalem zugeht. Er warnt sie vor ...

„Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht“ Homilie Pater J. Wilkes

Wie wir in der Liturgie der letzten Tage gesehen haben, werden die großen Werke Gottes oft mit starkem Widerstand konfrontiert und sie geschehen inmitten intensiver spiritueller Kämpfe.  Dies ist der Fall mit dem Prozess der Evangelisierung der heidnischen Völker derer, die nicht zum auserwählten Volk Israel gehörten. Viele von denen, die nicht bereit waren, die Neuheit des Handelns Gottes anzunehmen, widersetzten sich, indem sie den Brüdern sagten, die sich bekehrten: „Ich werde euch nicht retten können, wenn ihr beschnitten werdet, wie das Gesetz Moses gebietet.“ Und wie uns das Wort der Apostelsagter sagt: „Dieser Widerstand sorgte für viel Verwirrung.“ Die Kirche vereiniert sich dann, um über das Thema zu diskutieren und zu beraten: sie vereinte und einigte sich. Und als die Brüder von den ...

Welttag der Kranken

Von Anfang an zeigt Jesus seine Vorliebe für Menschen, die an Leib und Seele leiden: es ist eine Vorliebe Jesu, auf Menschen zuzugehen, die körperlich wie auch seelisch leiden. Es ist die Vorliebe des Vaters, die er personifiziert und mit Werken und Worten kundtut. … Seine Jünger waren Augenzeugen davon, sie haben es gesehen und dann bezeugt. Doch Jesus wollte nicht, dass sie bloß Zuschauer seiner Sendung wären: er bezog sie ein, er sandte sie aus, er gab ihnen auch die Vollmacht, Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben (vgl. ​Mt​ 10,1; ​Mk​ 6,7). Und das hat sich ohne Unterbrechung im Leben der Kirche fortgesetzt, bis heute. Diese Sendung besteht darin, der leidenden Menschheit die Zärtlichkeit Gottes zu bringen. Ihr Lieben, ...

Er ruft dich!

Jona 3, 1–5.10 Die Leute von Ninive wandten sich von ihren bösen Taten ab Lesung aus dem Buch Jona. 1Das Wort des Herrn erging an Jona: 2Mach dich auf den Weg und geh nach Nínive, der großen Stadt, und rufe ihr all das zu, was ich dir sagen werde! 3Jona machte sich auf den Weg und ging nach Nínive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Nínive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren. 4Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage und Nínive ist zerstört! 5Und die Leute von Nínive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. ...

Carlo Acutis: der Cyberapostel der Eucharistie

Papst Franziskus sagte einmal in einer Rede vor einer Menge junger Menschen: „Wenn Jesus das Herz eines jungen Mannes berührt, ist er zu wahrhaft großen Taten fähig“, so geschehen bei Carlo Acutis. Eines der auffälligsten Merkmale von Helden sind gerade diese großen Taten, und so geht es um einen jungen Glaubenshelden, über den wir heute sprechen werden. Es geht um den seligen Carlo Acutis, der von Papst Franziskus in der nachsynodalen Ermahnung Christus Vivit als Beispiel für jemanden zitiert wird, der die digitalen Medien für die Evangelisierung hervorragend genutzt hat. Eucharistie, Autobahn zum Himmel Carlo Acutis wurde am 3. Mai 1991 in London geboren. Kurz darauf kehrte seine Familie in sein Heimatland zurück und ließ sich in Mailand, Italien, nieder. ...

“Gibt es sowas wie wahre Liebe?”

Am Sonntag den 31.05 hatten wir das Erste von fünf Firmvorbereitungstreffen mit einigen der Firmbewerbern. Aufgrund der aktuellen Situation natürlich nur per Videoschaltung. Über Youtube wurden zunächst alle Jugendlichen begrüßt und mit Lobpreis und einem kleinen Gebet das Treffen eingeläutet. Der Hauptteil des Abends war ein 30 minütiger Vortrag von Victória unter dem Titel “Gibt es sowas wie wahre Liebe?”, bei dem es unter anderem um die falschen Bilder von Gott ging und darum, wer Er ist. Darauf folgte ein kurzes Gebet und ein Schlusswort mit den Anweisungen. Die Firmbewerber hatten im Voraus schon eine Mail erhalten, in der sie den jeweiligen Gruppen zugeordnet wurden, sodass sie nur den entsprechenden Link ihrer Gruppe aufrufen mussten, um an dem Gespräch teilzunehmen. ...

Mit liebenden Augen werden wir – junge Leute immer von Gott betrachtet.

Aber was ändert das in meinem Leben? „Die Liebe des Herrn kennt sich eher mit dem Wiederaufstieg als mit dem Fall aus, mehr mit der Versöhnung als mit Verboten, mehr mit dem Gewähren neuer Möglichkeiten als mit der Verdammnis, mehr mit der Zukunft als mit der Vergangenheit.«“ Darüber sprechen wir am ersten „Insight“! Die sind Young Meetings, die 5 Wochen lang jeden Sonntag über YouTube übertragt werden! Du bist herzlich eingeladen auf unseren Kanal zu schalten und es mit uns zu erleben!