Evangelium des Tages

Drei Freunde

Heute soll es um einen Sonntag gehen, der den Namen Dreifaltigkeitssonntag oder Trinitatis hat. Dreifaltigkeit, was ist denn das nun wieder? Nun an dieser Erklärung dazu haben sich schon viele die Zähne ausgebissen. Wie drei Dinge einzeln sein können und trotzdem eins ist für uns ziemlich schwer vorstellbar. Beginnen wir mal ganz vorn beginnen: Als unsere Welt geschaffen wurde, existierten Vater, Jesus und der heilige Geist bereits. Das können wir sehen, weil im Schöpfungsbericht (1. Buch Mose) klar steht „…und der Geist Gottes schwebte über den Wassern“. Für Jesus sehen wir es, wenn wir einige Stellen im neuen Testament zu deuten wissen. Wie zum Beispiel in der Stelle die vor 2 Wochen im Evangelium zu lesen war. 

Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. 

Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt. (Johannes 17,24)

Der Vater liebte Jesus also schon vor Erschaffung der Welt. Das ist ein deutliches Zeichen, dass Jesus auch schon existierte. In einigen Bibelübersetzungen sagt Gott auch zum Beispiel „Lasst UNS Menschen machen“. Hier ist auch dir  Rede von einer Mehrzahl, was darauf hinweist.

Wie ist das aber nun konkret mit der Einheit der drei?

Stell dir vor du hast drei Freunde. Die drei sehen gleich aus, sagen, tun und denken das selbe. So ungefähr kannst du dir diese Einheit vorstellen. Ein anderer Vergleich sieht die drei Personen: Jesus, der Vater und der heilige Geist und sagt, dass alle drei Gott (Göttliche Natur) sind. Allerdings ist Jesus nie der Vater, Jesus nie der heilige Geist, der heilige Geist nie Jesus, oder der Vater und der Vater nie Jesus, oder der heilige Geist.

Soviel erstmal zum Wort Dreifaltigkeit. Vielleicht kannst du selber auch einmal nachdenken, was es für dich bedeutet.

Letzten Endes haben wir ein großes Glaubensbekenntnis in dem wir klar sehen können was die Kirche dazu sagt:

„…Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,…“

In den Lesungen für diesen Sonntag (Exodus 34, 4-9; 2. Korinther 13, 11-13; Johannes 3, 16-18) geht es um die Worte: Liebe, Gnade, Einheit, das alles sind deutliche Anzeichen für den heiligen Geist.

Der Text aus dem Exodus beschreibt Gott als barmherzig und gnädig. Mose findet hier durch Gott Gnade.

In der Zweiten Lesung hören wir Worte des Heiligen Paulus aus einem Brief, an die Gemeinde in Korinth. Hier ermahnt Paulus erst die Gemeinde zur Einheit und zum Frieden untereinander. Dann, so sagt er, wird Gott mit Ihnen sein. Gleichzeitig fordert er auf sich untereinander mit Liebe zu begrüßen (Gruß mit einem Kuss) und schließt mit dem Priesterlichen Segen -der Segen den wir am Anfang jeder Messe hören-. So ein Kuss zeugt für mich aber auch von sehr viel Vertrauen untereinander -Judas hat Jesus mit einem Kuss verraten-. 

Das Evangelium ist sehr zuversichtlich und möchte uns sagen: Wenn wir am dreifaltigen Gott bleiben, unser Herz immer neu für ihn öffnen, werden wir nicht verloren gehen, haben wir ewiges Leben und uns droht wenn wir ihn ernsthaft um Vergebung bitten keine Strafe oder Gericht.

Was kann ich mir für die neue Woche mitnehmen?

Überlege welche Auswirkungen der heilige Geist in deinem Leben hat. Wo ist er sichtbar?

Nimm dir Zeit um dein Herz immer wieder neu für Jesus öffnen. Was will er dir sagen?

Wie sieht deine Beziehung mit Mitmenschen aus? Wo bist du um Einheit bemüht?


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