Evangelium des Tages

Gefährdung und Ermutigung

Ihr lieben, ich möchte offen und ehrlich zu euch sein. Dieses Evangelium für den Sonntag hat mich wirklich herausgefordert und nochmal neu in mir die Frage aufgeworfen:

Wenn Jesus uns liebt wie kann er an dem Punkt so hart sprechen?

Wie kann auf der einen Seite Erlösung stehen und auf der anderen Seite diese fast schon drohenden Worte?

Die Antwort die ich für mich gefunden habe ist: Wirkliche, echte Liebe hat Grenzen und zeigt auch unsere Schwächen.

Nur wenn wir uns unserer Schwächen, Gefahren und Sünden bewusst sind, kann wahre Erlösung geschehen.

Jesus beginnt mit den Worten „Fürchtet euch nicht (habt keine Angst). Er möchte uns klar machen, dass wir gerettet sind und die Menschen die gegen Ihn handeln nicht. Er deckt sowohl unserer, als auch die Motive seiner Gegner auf.

Wer sind die Gegner Jesu? Nun in der Zeit Jesu, waren es für die Juden die Besatzer (Römer). Man kann verkürzt sagen, dass die Gegner auch die Gefährdungen sind. 

Wo sind die Gefährdungen unserer heutigen Zeit?

Die Gefährdungen unserer heutigen Zeit sind im zu viel. Zu viel von etwas lässt uns schnell den Fokus auf Jesus verlieren. 

Papst Franziskus prangert oft, das soziale und wirtschaftliche Ungleichgewicht an. Er hat deswegen den Blick auf dieser Wunde der Welt, weil er es in seiner Heimat selbst miterlebt hat.

Lässt uns unser Wohlstand den Fokus auf Gott verlieren?

Zum Thema Geld und Finanzen hat mich ein Zitat von Maria Prehan (Missionarin in Afrika) wachgerüttelt. Sie sagte:

„ Geld ist ein perfekter Diener, aber es ist ein schlechter Ratgeber“

Papst Franziskus sagte zum selben Thema:

Das Geld muss uns dienen, es darf nicht regieren.“ (Mai 2013)

Wer kennt es von uns nicht, solange es uns gut geht, machen wir, wenn es hoch kommt unsere regelmäßigen Gebete und sobald es uns schlecht geht, stürmen wir mit Gebeten den himmlischen Thron?

Eine weitere Gefahr, durch die wir heut oft unseren Fokus verlieren, scheint unser Bild von Gott zu sein.

Ist Gott nur der liebende Papa im Himmel?

Wie oft sprechen oder hören wir heut noch von Worten wie Sünde und Schuld?

Ja Gott ist auch liebend, aber er ist auch gerecht. Er deckt auch unsere Schwachstellen auf, weil er MEHR mit uns vor hat und für jeden von uns Wachstum will.

An diesen Beispielen und Fragen können wir sehen, wie sehr unser Fokus auf Jesus verrückt sein kann, wenn wir andere Dinge ins Zentrum rücken. Ich denke, dies ist eine der größten Gefahren unserer Zeit und offenbart unsere Motive und Motivationen.

Im Vers 28 sagte Jesus nochmal klar, dass wir nicht das oder den fürchten sollen, der unseren Körper zerstören will (Krankheiten, Verfolgung wegen Glauben…), sondern den fürchten sollen, der unserer Seele schaden will (Gedanken die von Jesus weg führen, Materielle Dinge die uns in Sicherheit wiegen wollen). 

Unser Körper ist auch nach unserem Tod weiter hier auf der Erde, er ist quasi lediglich eine Hülle. Eine Hülle auf die wir achten sollen aber die für die Ewigkeit im Gegensatz zu unserer Seele etwas weniger Wert hat.

Das Problem so vieler Sünden ist, dass sie als erstes unsere Gedanken verschieben und verändern.

In den Versen 29-31 können wir sehen, warum wir uns nicht um unseren Leib sorgen müssen. Gott versorgt uns mit dem, was wir benötigen. Er versorgt alle Tiere und Geschöpfe also auch den Menschen.

Diese Versorgung unserer Bedürfnisse geht soweit, dass Gott uns selbst besser kennt, als wir uns. Ich denke keiner von uns weiß wie viele Haare er hat. Gott hat jedes einzelne gezählt.

Im Vers 31 wiederholt Jesus die Worte „Fürchtet euch nicht“ und leitet damit eine Wende des Blickes auf sich, den Menschensohn, ein. Er spricht ein Versprechen aus, in dem er seinen Jüngern klar macht „Jeder der sich von euch zu mir bekennt (trotz aller Gefahren) zu dem werde ich mich vor meinen Vater im Himmel bekennen.“ Er sagt uns klar, dass das sich zu ihm bekennen einen Lohn haben wird und wir uns so nicht umsonst irgendwelcher Gefahren aussetzen.

Also können wir festhalten: Trotz aller Gefahren, die unser Bekenntnis haben kann, wird es am Ende positiv ausgehen.

Was kannst du dir mitnehmen:

– Wie mutig stehst du in Schule, Studium oder Arbeit zu Jesus?

  Bitte Ihn dir zu zeigen wo Er dich verändern will.

– Was für ein Bild von Gott hast du?

  Braucht es vielleicht eine Auffrischung?

  Sprich mit Jesus darüber 


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