Evangelium des Tages

Hörst du den Ruf?

Im heutigen Evangelium lesen wir, über die Wahl der Jünger und die Sendung der Jünger. Durch Christus sind auch wir Jünger und gesendet. Kurz zuvor können wir noch lesen wie Jesus über die große Ernte spricht, für die es aber wenige Arbeiter gibt. Im selben Text spricht er von Schafen ohne Hirten. Beides sind Bilder, die eine Abhängigkeit ausdrücken. Jede Ernte die reif ist brauchen Arbeiter und Schafe brauchen einen Hirten. 

Werfen wir kurz einen Blick ins Alte Testament: Als Mose kurz vor seinem Tod stand war es Gott sehr wichtig einen neuen Hirten für das Volk Israel zu haben, da sie sonst ziellos umher gelaufen wären. So erwählt er Josua zum Hirten (Numeri 27,12). In der griechischen Übersetzung heißt Jesus ebenfalls Josua. Wir können hier also sagen, dass am Ende Jesus der wahre, gereinigte und ewige Josua ist.

Das Bild des Volkes ohne Hirten können wir noch öfter in der Bibel finden (1. Könige 22,17; 2. Chronik 18,17; Judith 11,19; Ezechiel 34,5)

Was meint Jesus mit dieser Ernte-Arbeitern und den Schafe- Hirten Bild?

Nun wir können sagen, dass sowohl die Ernte ohne Arbeiter, als auch die Schafe ohne Hirten einen Mangel oder Defekt darstellen.

Das Evangelium ist ein grundsätzlicher Bericht über den Kreis der Jünger und deren Aufgabe und Funktion

„Geht nicht zu den Heiden und betretet keine sambische Stadt. Geht nur zu den verirrten Schafen Israels“ (Matthäus 10, 5b-6)

Wenn wir im Bild des Hirten und Arbeiter bleiben, dann ist Jesus der Hirte, der sich die Jünger erwählt und sie zu Arbeitern beruft um die verlorenen Schafe (die Ernte) zu Jesus zurück zu führen. Dazu werden die Jünger zuerst zu Israel gesandt (die Kernherde) und danach in die Welt (Matthäus 28,19). Ich habe mir an dieser Stelle die Frage gestellt, ob da ein Widerspruch im Wort Gottes ist, wenn Jesus im Evangelium von der Sendung zu Israel spricht und dann in Matthäus 28 in Die Welt sendet. Wir müssen hier zwei Formen der Mission unterscheiden: zum einen den Auftrag Jesu an die Jünger zu Israel zu gehen -was das konkret heißt können wir in Matthäus 15,24 lesen- und zum anderen die Sendung in die Welt um alle zu erretten, dies geschah nach seiner Auferstehung.

Die Erwählung der 12 Jünger steht für die 12 Stämme Israels und somit für die Vollzahl. Aus dieser Vollzahl wird die ganze Welt und somit auch du.

Jesus spricht klar zu seinen Jüngern, dass sie außer das nötigste nichts mitnehmen sollen. Daraus können wir sehen, dass alle Jünger mit gleichen Bedingungen starten. Sie werden zu den Menschen gesendet um sie zu befreien von Dingen die sie schmerzen und quälen. Zum Schutz sagt ER ihnen noch, dass sie überall wo sie nicht willkommen sind, sich den Staub von den Füßen schütteln sollen (nicht enttäuscht sein und frei an den nächsten Ort gehen sollen).

Nur so konnte der Papst Johannes Paul II sagen:

„Ich bete für den Bruder, der mich verwundet hat und dem ich aufrichtig vergeben habe.“

Johannes Paul II

Was können wir uns für die kommende Woche mitnehmen?

Wohin bist du gerufen? Wo gibt es Zeitpunkte, Orte und Momente wo Jesus dich ruft?

Wie gehst du mit Enttäuschung um, wenn Menschen dich ablehnen?

Wo siehst du in deinem Umfeld „verlorene Schafe“

©David Maximilian Rothe


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