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Ronaldo Pereira: ein lebenswertes Leben!

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Ronaldo Pereira wurde am 30. August 1970 in der Stadt Fortaleza (Brasilien) geboren. Er war ein junger Mann wie viele andere auch, aber er hatte den großen Wunsch, die Welt zu verändern. Er studierte Wirtschaft und kümmerte sich um das Unternehmen seines Vaters. Er interessierte sich sehr für die marxistische Ideologie und wurde Kommunist, bis zu dem Tag, an dem seine Mutter ihn zu einem Gebetstreffen mitnahm. Dort hatte er eine persönliche Erfahrung mit Jesus Christus, die sein Leben revolutionierte. 

Er ging aufs College, um Wirtschaft zu studieren. Sein Vater war sehr glücklich, denn er wollte, dass sein Sohn das Familienunternehmen übernimmt. In der Zwischenzeit engagierte sich Ronaldo mehr und mehr in seiner Gebetsgruppe und es stellte sich bald heraus, dass er Führungsqualitäten hatte. Später wurde er gebeten, eine andere Gebetsgruppe zu koordinieren, und sein Engagement im Dienst des Herrn nahm Fahrt auf. Er hatte das Charisma und die Gabe, viele junge Menschen für Gott zu gewinnen.

 

Mit 18 Jahren beschloss er, alles hinter sich zu lassen und sein Leben und seine Jugend für die Evangelisierung anderer junger Menschen einzusetzen, indem er Missionar in der katholischen Gemeinschaft Shalom wurde.

Er arbeitete an vielen verschiedenen apostolischen Fronten in der Shalom-Gemeinschaft, wobei er stets sowohl an administrativen als auch an pastoralen Aufgaben beteiligt war. Ronaldo war die rechte Hand von Moyses, dem Gründer der Gemeinschaft, und erhielt später die wichtige Aufgabe, das Projekt „Jugend für Jesus“ zu koordinieren, eine pastorale Organisation innerhalb der Gemeinschaft Shalom, die für die Evangelisierung der Jugend verantwortlich ist. Er trug den großen Wunsch in seinem Herzen, sein Leben bis zu seinem letzten Blutstropfen für die Jugend einzusetzen, wie er zu sagen pflegte.

 

Ronaldo sagte einmal: „Ich möchte mein Leben geben, jeden Tropfen meines Schweißes und meines Blutes für die Liebe zur Kirche und zur Jugend vergießen“. Dies erfüllte sich ganz konkret am 17. Februar 1995, als er von einer Missionsreise zurückkehrte und im Alter von 24 Jahren bei einem Autounfall starb. Er verlor bei dem Unfall sein gesamtes Blut, woran sich später die Menschen in seinem Umfeld erinnerten, indem sie sagten, dass „er tatsächlich sein Leben und seinen letzten Tropfen Blut für die Jugend gegeben hat“.

Ronaldos Tod eröffnete eine neue Zeit im Leben der Gemeinschaft, eine Zeit der Gnade, der menschlichen Liebe, der geistlichen Elternschaft, einer tieferen Verehrung der Gottesmutter, besonders unter dem Titel „Tür des Himmels“. Die Gemeinschaft Shalom, die voller Hoffnung war, hatte nun eines ihrer Mitglieder, das erste, im Himmel, und das hat bei ihren Mitgliedern eine starke Überzeugung von der ewigen Wirklichkeit entstehen lassen. Der Himmel ist nahe. Der Himmel ist eine Möglichkeit für diejenigen, die den Herrn suchen und ihr Leben in seinen Dienst stellen wollen.

„Es war wertvoll! Ich bin ein Zeugnis dafür, wie sinnvoll das Leben von Ronaldo war. Es war wertvoll für die Kirche, für uns, für mich und für dich. Der Wert eines Lebens wird nicht an den Jahren gemessen, die man gelebt hat, oder an den Dingen, die man erreicht hat. Für Gott hat das Leben seinen höchsten Wert, wenn es um der anderen Willen gegeben wird. Die Bibel lehrt uns, dass der Gerechte, „auch wenn er vor seiner Zeit stirbt, Ruhe finden wird“. Nicht die Länge der Tage macht das Alter ehrenvoll, auch nicht die Zahl der Jahre, sondern das wahre Maß des Lebens ist die Weisheit, die in den grauen Haaren zu erkennen ist; das ist ein makelloses Leben im Alter“ (Weisheit 4,7-9). Wahre Weisheit besteht darin, unser Leben Jesus zu übergeben, es zu verlieren, um es zu gewinnen (Lk 9,24). Sie besteht darin, dass wir nicht versuchen, unser eigenes Leben für uns selbst zu retten, für unser eigenes Vergnügen und unsere eigenen Pläne, sondern dass wir unser Leben für die Liebe zu Gott und zu unseren Brüdern völlig verlieren. Das war die Weisheit, die Ronaldo gefunden hatte. Er hatte auch ein reines Leben, das wir alle bezeugen können.“

 – Emmir Nogueira, Mitbegründerin der katholischen Gemeinschaft Shalom

 

Bis heute, 27 Jahre später, sind Menschen in aller Welt von der Kraft des Lebens dieses jungen Mannes erreicht worden, der es verstand, sich ganz in Gottes Hände zu begeben.


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