Shalom

Die Gemeinschaft Shalom gründet eine neue Mission in Köln, Deutschland

Die neue missionarische Präsenz beginnt in einer der bedeutendsten Städte Deutschlands und stärkt die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft Shalom und dem Erzbistum Köln in der Evangelisierung, besonders unter jungen Menschen.

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PHOTO: COMSHALOM

Am Dienstag, dem 23. Juni 2026, feierte die Katholische Gemeinschaft Shalom die Errichtung der Shalom-Mission in Köln, Deutschland. Die heilige Messe wurde von Weihbischof Ansgar Puff geleitet, dem Kölner Weihbischof, der für die Begleitung der neuen geistlichen Gemeinschaften im Erzbistum verantwortlich ist. Das Allerheiligste Sakrament wurde zudem feierlich in der Kapelle der Missionare inthronisiert und besiegelte damit offiziell den Beginn der neuen missionarischen Präsenz der Gemeinschaft in der Stadt.

Die Gründung ist das Ergebnis von mehr als einem Jahr des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft Shalom und dem Erzbistum Köln, getragen von dem gemeinsamen Wunsch, die Evangelisierung in der gesamten Region zu stärken.

Die Shalom-Mission in Köln besteht aus fünf Missionaren: Michele Magalhães, der örtlichen Koordinatorin, Francesca Marello, Anne-Camille Descamps, Fabrício Camelo und Luis Felipe Cardoso. Die Gruppe traf am 4. Juni 2026 in der Stadt ein und begann damit ein neues Kapitel missionarischer Präsenz und des Dienstes an der Ortskirche.

Von links nach rechts: Fabrício Camelo, Michele Magalhães, Anne-Camille Descamps, Francesca Marello und Luis Felipe Cardoso. FOTO: Privatarchiv

Ein in Gemeinschaft gewachsener Weg

Nach den Worten von Pater Tiago, dem Regionalverantwortlichen der Gemeinschaft Shalom für Europa und Koordinator des Gründungsprozesses, ging der Ankunft in Köln eine lange Zeit gemeinsamer Unterscheidung und Zusammenarbeit voraus.

“Wir haben vor mehr als einem Jahr einen Dialog begonnen. In dieser Zeit haben wir Missionare entsandt, um das Erzbistum kennenzulernen, während zugleich die Verantwortlichen der Ortskirche mehr über unsere Gemeinschaft, unser Charisma und unsere missionarische Lebensweise erfahren wollten. Dieser Prozess hat es uns ermöglicht, gemeinsam zu unterscheiden, wie wir bei der Evangelisierung des deutschen Volkes zusammenarbeiten können.”

Pater Tiago erklärte, dass eine der wichtigsten Erwartungen des Erzbistums darin besteht, dass die Gemeinschaft Initiativen entwickelt, die sich besonders an junge Menschen richten.

“Die Deutschen sind ein wunderbares Volk, aber wie das übrige Europa brauchen auch sie weiterhin Evangelisierung und Missionare, die bereit sind, an der Sendung der Kirche mitzuwirken. So sind wir gekommen: mit dem missionarischen Eifer und der Freude, die Kennzeichen des Charismas Shalom sind.”

Ein herzlicher Empfang durch die Kirche von Köln

Für Michele Magalhães, die örtliche Koordinatorin der Mission, war die Aufnahme durch das Erzbistum schon in den allerersten Tagen der Gemeinschaft in der Stadt spürbar.

“Kurz nach unserer Ankunft in Köln nahmen wir an einem Eucharistischen Kongress teil, bei dem wir dienen und zum Gelingen der Veranstaltung beitragen konnten. Für uns war das ein starkes Zeichen des Wunsches der Ortskirche, uns aufzunehmen und neue Möglichkeiten der Evangelisierung zu eröffnen.”

Ein weiterer bedeutsamer Moment ereignete sich während der Messe zur Gründung der Mission, als die Verantwortlichen der Kirche ihre Freude über die Aufnahme der Gemeinschaft zum Ausdruck brachten.

“Während der Messe brachte der Erzbischof nicht nur seine eigene Freude zum Ausdruck, sondern sagte, dass die ganze Kirche von Köln die Ankunft eines neuen Charismas feiere, das helfe, den Menschen das Evangelium zu verkünden.”

Laut Michele wird die Gemeinschaft auch mit dem Projekt Fides zusammenarbeiten, einer Initiative des Erzbistums, die Menschen begleitet, die in die Kirche zurückkehren oder nach einer Zeit der Entfernung ihren Glauben neu entdecken möchten.

Eine Stadt der Geschichte, der Jugend und des Glaubens

Köln ist eine der ältesten und bedeutendsten Städte Deutschlands. Am Ufer des Rheins im Land Nordrhein-Westfalen gelegen, zählt sie rund eine Million Einwohner und ist die viertgrößte Stadt des Landes.

Vor fast zweitausend Jahren von den Römern unter dem Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium gegründet, wurde sie zu einem der wichtigsten Zentren des Römischen Reiches nördlich der Alpen. Ihr bekanntestes Wahrzeichen ist der Kölner Dom, ein UNESCO-Weltkulturerbe und eines der größten Meisterwerke der Gotik.

Selbst nach den verheerenden Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs, die große Teile der Stadt zerstörten, blieb der Dom stehen und wurde zu einem bleibenden Symbol für die Geschichte, den Glauben und die Identität Kölns.

Köln, Deutschland. FOTO: mit freundlicher Genehmigung

Eine Stadt mit tiefen katholischen Wurzeln

Köln nimmt einen herausragenden Platz in der Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland und in ganz Europa ein. Als Sitz eines der ältesten und einflussreichsten Erzbistümer des Landes beherbergt die Stadt den Dreikönigenschrein, der nach christlicher Überlieferung die Reliquien der Heiligen Drei Könige birgt. Im Mittelalter machte dies Köln zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Christenheit.

Die Stadt ist auch als Gastgeberin des Weltjugendtags 2005 mit Papst Benedikt XVI. in Erinnerung. Das Treffen brachte Hunderttausende junger Menschen aus aller Welt zusammen und bleibt ein prägender Moment für die Kirche in Deutschland; es bekräftigt die missionarische Berufung Kölns und seine bedeutende Rolle bei der Verkündigung des Evangeliums an neue Generationen.

Die neuen Missionare vor dem Kölner Dom

Von Eveline Coelho


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