Evangelium des Tages

Ein herrlicher Anfang? Oder auch das längste Gebet Jesu in der Bibel.

Evangelium zum 7. Sonntag nach Ostern (Lesejahr A) Joh 17,1-11

Diese Stelle ist ein längeres Gebet Jesu. Er blickt auf sein Wirken in der Welt zurück und auf seine Auferstehung zum Vater hin. Gleichzeitig betet er für die Welt, die er hinterlässt. Beim ersten lesen fiel auf, dass wir in dem Text sehr oft auf das Wort Herrlichkeit oder
Verherrlichung stoßen und habe mich gefragt, was dieses Wort überhaupt heißt. Wir können es heute oft nur umschreiben. Herrlichkeit beinhaltet für mich das Wort Schönheit, Vollkommenheit, Kostbarkeit.
Verherrlicht heißt für mich etwas in seiner vollen Schönheit zu sehen, anbetungswürdig – auf Jesus und Gott bezogen-, etwas groß zu machen, etwas losgelöst von unserer Vorstellung zu sehen.
Jesus spricht in diesem Text sehr viel von der Vergangenheit um auf das kommende, seine und damit auch unsere Verherrlichung, hinzudeuten. ER möchte, dass wir in Leid, Qual und Schmerz alles verlassen und uns an ihm wenden, weil Er unseren Blick verändern kann.

Im Vers 1 lesen wir: „Und er erhob seine Augen zum Himmel“, es ist nicht ein bloßer Blick mit seinen Augen gemeint, sondern alles von ihm -Geist, Seele und Leib- Jesus weiß, dass die Stunde in der er verherrlicht wird nicht mehr weit ist. Er selbst merkt, es ist nicht mehr lang, bis es so weit ist, aber die Stunde genau weiß nur sein Vater im Himmel.

Dieser veränderte Blickwinkel kann uns innerlich so verändern, dass wir fähig werden unsere Kirche zu verändern.

Papst Benedikt schreibt dazu in einem Schreiben [Ex oriente lux] „Sagen wir es positiv: Die Zukunft der Kirche wird auch dieses Mal, wie immer, von den Heiligen neu geprägt werden. Von Menschen also, die mehr wahrnehmen als die Phrasen, die gerade modern sind.““

Jesus betet hier konkret um die Verherrlichung von ihm, damit Gott groß gemacht wird. Es ist also kein egoistischer Wunsch den Jesus hier äußert, sondern es geht ihm um die Rettung der Welt. Das sehen wir in Vers 2, da geht es ihm ganz konkret um die Errettung der Menschen, also von dir und mir.

Er beschreibt im 3. Vers was konkret diese Errettung ist. Es ist das ewige Leben „.. dass sie dich, den einzig wahren Gott, erkennen …“. Gott musste Mensch werden -er war schon vor der Welt da (Vers 5)-, leiden und sterben, damit durch seine Auferstehung die Vergebung für uns möglich ist und wir so wieder eine ungestörte Verbindung zu Gott haben können.

Er weiß -das können wir im Vers 4 lesen-, dass sein Werk auf dieser Erde vollendet ist.

 

Was war das Werk Jesu hier auf dieser Erde? Den Namen und die Gegenwart seines Vaters groß zu machen und neu zu leben.

 

Er hat uns auch den Auftrag gegeben seinen Namen und den Namen seines Vaters bei denen groß zu machen, die ihn noch nicht kennen. Bist du dazu bereit?

Er beschreibt auch ganz klar, dass alles was Jesus hatte vom Vater gekommen ist. (Johannes
17,7) und das jetzt sichtbar ist.

 

Wir erkennen es genau so wie die Jünger, wenn wir die Worte die Jesus uns gibt annehmen. Beten wir alle darum, dass unser Herz, unsere Augen, unsere Ohren und unser Geist für die Worte geöffnet bleiben und das unser Mund dazu geöffnet bleibt, diese Worte weiter zu geben.

 

Die 3 wichtigste Dinge für mich in der kommenden Woche:

-Bleibe im Gebet auch wenn du nur die Gegenwart siehst auch auf die Zukunft orientiert.

-Wo sind Orte und Momente, in denen ich das Evangelium weiter geben kann?

Nehme ich mir genug Zeit vor ihm um seine Worte zu empfangen oder rede ich die ganze Zeit und bin schon wieder wo anders?

 

 

David Maximilian Rothe


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